7. Dezember 2021

nordisch FOTOGRAFIE

Kunst ist verstehen über Sprache und Zeit hinweg

Die verschwundenen Gärten

Die verschwundenen Gärten

Alte Gärten üben auf mich einen besonderen Reiz aus. Sind sie doch ein Teil von “Mensch sein von ganzem Herzen”. Ich bin kein Gärtner und ebenfalls habe ich keinen Schrebergarten. Aber ich genieße die Zeit an diesen Orten sehr wenn ich einmal eingeladen werde zum Kaffee oder zum Grillen. Orte die viel von der Liebe der Menschen zu ihren kleinen Sonntags- oder Feierabendplätzen erzählen.

Diese Orte liegen oft mitten in der Stadt, unsichtbar für die Meisten. Es sind kleine Orte der Erhohlung an denen man auch mal seinen Frieden findet wenn der Balkon zu klein wird zum Atmen. Ein privates Refugium das einem das Gefühl gibt von “Höhle bauen” aus der Kindheit.

Ein Ort an dem der tägliche Bedarf an außergewöhnlichem Biogemüse oder einfach nur an extremer Blumenpracht gedeckt wird. Es ist ein Vergnügen im Sommer zu sehen wie alles blüht und gedeiht.

Und dann nach Jahrzehnten des zuhause fühlens laufen die Pachtverträge aus. Die Gärten werden verlassen und es wird “GERÄUMT”. Immobilienspekulation, Luxuswohnungen für Menschen denen die beklemende Enge ihrer Stadtwohnung zu viel geworden ist.

Was bleibt sind die Erinnerungen an die Sommertage mit lachenden Enkelkindern oder die Spuren der Rehe die sich hier eingefunden hatten wenn alle zuhause schlafen waren.