6. August 2021

nordisch FOTOGRAFIE

Kunst ist verstehen über Sprache und Zeit hinweg


Je länger ich mich mit der Lochbildkamera beschäftige desto größer werden die Formate mit denen ich die Bilder mache.
Anfangs weigerte ich mich an die großen Formate heranzugehen weil ich nicht so viel Geld dafür ausgeben wollte. Mitlerweile bin ich da ein wenig entspannter, weil bei genauer Betrachtung die großen Formate das Bilder machen leichter und leider bei weiterer Betrachtung sogar ein wenig günstiger machen.

Je nach Marke und Eigenschaft kostet ein Rollfilm zwischen 4 und 8 Euro. Das hört sich nicht nach sehr viel an für 8 bis 12 Bilder. Wenn ich allerdings mit der Pinhole Kamera unterwegs bin, dann ist das Bild immer geplant, Zufälle ergeben sich zwar aber das meiste ist schon vorher im Kopf fertig.

Ich mache also in der Regel 3 bis 4 Bilder und der Rest ist flanieren. Ich benutze gerne Fomafilme für die großen Formate wobei ich dann auf einen Preis von ca. 1,20 Cent pro Belichtung komme, wenn ich Film zum fotografieren benutze. Bei den anderen Marken liegt der Preis etwa doppelt so hoch.

Ein weiterer großer Vorteil ist die sofortige Entwicklung zuhause. Bei einem Rollfilm müsste ich warten bis er voll ist, den halb leeren Film akzeptieren oder Ihn sinnbefreit füllen.

Gerade bei der Großformatkamera habe ich aber die Möglichkeit neben den Filmen auch auf orthochromatisches Fotopapier zu belichten, das es in allen gängigen Kameraformaten gibt. Die Folge ist, das sich zwar die Belichtungszeit fast verzehnfacht aber dafür der Preis auf ein viertel reduziert wird.

Wie dem auch sei, ich bin mittlerweile bei 13×18 cm im Aufnahmeformat angekommen. Der einfachste Film ist allerdings der 4×5 Inch Film, wie ich finde, oder wem das zu quadratisch ist, die Alternative auf 9×12 cm. Bei Fotopapier lässt sich jedes Format in der Dunkelkammer (Badezimmer) sogar bei Rotlicht mit einem Schneidebrett beliebig zuschneiden und nach der Belichtung auf Sicht entwickeln. Das zu beobachten ist magisch.

Das was es aber besonders interessant macht auch auf Papier zu fotografieren und dieses als Negativ zu benutzen, ist tatsächlich die lange Zeit. Es ist wie ein Eintauchen in eine andere Welt, die sich nur dann zeigt wenn man wirklich lange hinschaut.